Die ganze Fusions-Geschichte hört sich an wie bei der Verkündigung der Lottozahlen, wo zum Schluss doch der entscheidenden Satz nie fehlen darf, „ Die Zahlen sind wie immer ohne Gewähr“!!
So gesehen tätigen wir am 11. September eine für unsere Gemeinde sehr wichtige Entscheidung, indem wir an der Urne abstimmen und zwar „ohne Gewähr“! Uns Bürgern wird zwar mündlich wie auch schriftlich einen nicht unwesentlich hoher fusionsbedingte kantonaler Unterstützungsbeitrag von über 5 Millionen Franken zugesichert. Aber mal Hand aufs Herz, wie viele Male wurde seitens der Behörden versprochen und es kam ganz anders raus?
Lassen wir uns doch nicht einfach von Zahlen blenden und werden uns der momentanen realen Wirtschaftssituation bewusst. Die erhofften, nun aber mit Bestimmtheit ausbleibenden Nationalbank-Millionen werden ein grosses Loch ins St.Galler Kantonskässeli reissen und die Goldmillionenreserven schrumpfen beachtlich von Jahr zu Jahr. Diese Fehlbeträge müssen also gespart werden und wenn der Rotstift einmal angesetzt ist, macht er auch keinen Halt von zwar versprochenen aber noch nicht vom Parlament offiziell abgesegneten Beiträge. Will der Kanton weiterhin diesen Steuerfuss beibehalten, muss er rigoros sparen und dann wird auch dort gespart, wo es für die Allgemeinheit am wenigsten spürbar wird, bei den noch nicht gesprochenen Beiträgen!
Auch sollte sich die Bevölkerung im Klaren sein, dass dieser kantonale „Zustupf“ von über 5 Millionen innert vier Jahren zurück erstattet werden muss und deshalb müsste dies eigentlich als „Vorschuss“ bezeichnet werden!
Zusätzlich werden auch kantonale Finanzausgleichs-Beiträge von 1, 3 Millionen den Gemeindesäckelmeistern fehlen, wohlverstanden nebst den erheblichen Mindereinnahmen von bis zu 35% beim angekündigten Steuerfuss von 127%. Dazu eine stattliche Lohnsumme für
ca. 30 Vollbeschäftigte der neuen Verwaltung zuzüglich den nicht zu verachtenden Direktionssalären und das sind wohlverstanden immer wiederkehrende feste Kosten. Wäre es nicht angebracht, einmal einen Kostenvergleich zwischen den drei einzelnen Gemeinden und der angestrebten Grossgemeinde aufzuzeigen? So könnten die Bürger selber beurteilen, ob sich ein Zusammenschluss auch wirklich lohnt!
Nicht zuletzt wird unermüdlich vom zuständigen Gemeindeoberhaupt über unsere ach so GÜNSTIGE Gemeindehauseinmietung geschwärmt, was in Tat und Wahrheit aber nur als Schonfärberei gelten kann, werden doch für vereinigungsbedingte Aufwendungen sage und schreibe über 2, 5 Millionen Franken eingesetzt! So gerechnet wird es wohl bald das TEUERSTE Gemeindehaus im Kanton werden!
Was übrig bleibt, sind viele offene Fragen.