Wenn irgendwo auf der Erde ein Diktator gestürzt wird, wie dies zum Beispiel aktuell in Lybien geschieht, begrüsst dies unser Bundesrat und verspricht Millionen für den Aufbau einer Demokratie. Dass aber mit den Gemeindefusionen genau das Gegenteil passiert, hat noch niemand bemerkt. So verspricht der Kanton St. Gallen Millionen, damit die Gemeinden fusionieren und ihre gelebte Demokratie mehr und mehr verschwindet. Es kann anhand unserer neu fusionierten Schulgemeinde und den weiteren Fusionen wie zum Beispiel Rapperswil-Jona bewiesen werden, dass das Interesse der Bevölkerung am Gemeindegeschehen immer kleiner wird. Erst wenn es um die Finanzen geht erwachen alle. So könnte es aber bei der Fusion unserer Gemeinden zu einem bösen Erwachen kommen. Wer glaubt schon an den prophezeiten Steuerfuss? Dass der tiefe Steuerfuss nach drei Jahren wieder erhöht wird, zeigt sich nicht nur indem dass die geplante Turnhalle, das zukünftige Feuerwehrdepot etc. nicht darin enthalten sind, sondern auch am Referat, das die Neckertaler-Gemeindepräsidentin kürzlich in Eschenbach gehalten hat. So hat sie wortwörtlich erwähnt, dass ihre Gemeinde, welche im 2009 aus drei gleichmässigen Gemeinden zusammengelegt wurde, bereits für das nächste Jahr ein Defizit budgetieren musste. Nun, sollte die Fusion kommen, müssten wahrscheinlich auch wir uns an Defizite gewöhnen…. Das ist doch nebst den vielen weiteren sachlichen und emotionalen Argumenten ein weiterer Grund um die geplante Gemeindefusion abzulehnen.